Schmetterlinge in weiß
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schattenspiel

siehst du ihn, den schatten an der wand?
groß mit ecken, kanten und kurven.
nicht davon bleibt dir verborgen.
aber was ist es,
das was sich in seiner ganzen nacktheit präsentiert?
versuch es anzufassen und deine hand verschwindet.
weg. in der tiefen finsternis.
versuche näher zu kommen. und es wird größer.
du wirst darin verschwinden
warum?
probier es aus.
und du wirst es verstehen^^
17.11.06 20:25


flucht in die eigene welt

....
stille...
um mich herum nur stille
stille, die mich erdrückt
doch dann...
das geräusch von schritten auf dem asphalt
ich laufe
schneller und schneller,
doch wo laufe ich hin?
in die unendlichkeit hinaus?
nein, diese gibt es nicht,
hinaus in die freiheit?
nein, auch diese gibt es nicht.
nicht für mich.
ich bin eingeengt
eingereiht in diese gesellschaft
doch ich kann mich nicht losreißen
warum nicht?
versuch du es doch einmal.
vllt kommst du weiter
ich tue es nicht

ich bin alleine und bleibe allein.
von der familie verstoßen
von freunden im wind stehen gelassen.
...weggeweht.
wohin?
in meine eigene welt.
weit erntfern von allem anderen
dort, wo ich innerlich zergehe
dort, wo mir keiner hilft
weil keiner da ist.

doch siehst du sie?
die sterne oben am himmel
groß und hell
leuchten sie
so, wie ich auch einmal leuchten will
wenn ich es nur soweit bringen könnte....
26.11.06 16:24


tränenmeer

regentropfen fallen leise in mein gesicht
immer und immer wieder
ich laufe durch die straßen
ganz langsam und vorsichtig -
so, als würde ich dem gehweg sonst wehtun.
aber ich entferne mich immer weiter von dieser bank
dieser blauen bank am ententeich,
auf der ich bis vor kurzem noch gesessen
und am ganzen leib gezittert habe.
ich dachte, dieses elende zittern würde mich umbringen,
mir die luft zum atmen nehmen
mich auffressen...
doch nichts tat sich, bis zu dem punkt,
an dem mir die tränen in die augen stiegen
und sich kleine schwarze rinnsäle über
mein gesicht zogen.
erst nur kleine- doch diese wurden größer
und größer, bis sie schwarzen bächen glichen.
heulkrämpfe ließen meinen körper noch mehr erschüttern.
ich umklammerte meine beine
und wog mich sanft hin und her.
aus dem augenwinkel konnte ich die leute sehen,
wie sie vorbei gingen und mich anstarrten,
anstarrten, als hätten sie nie ein kleines mädchen weinen sehen - nur das ich nicht mehr klein bin.
keiner setzte sich auf die bank, auf der ich saß und
keiner verlor ein wort über mich.
wenigstens etwas was die menschen gelernt hatten - schweigen.
über alles totschweigen.
irgendwann konnte ich auch keinen unterschied zwischen dem regen und meinen tränen finden.
zu einer einheit verschmolzen.
für immer?
27.11.06 18:50


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